• Pace e bene – Mit dem Sonnengesang unterwegs in der Walliser Bergwelt

    Salut und viele liebe Grüße aus den unteren Ruwertalgefilden!

    „Berg Heil!“ – so hieß es in der vergangenen Woche fast täglich. Nach einer Woche pilgerndem Unterwegssein in der Walliser Bergwelt, den Sonnengesang des Franziskus meditierend und Euch und auf- und absteigende Gedanken im Lockenkopf, bin ich nun wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Die Bergschuhe lüften (….es ist sowas von nötig!), die Wäsche flattert im Wind und die Welt unterhalb der dreitausend Höhenmeter gerät wieder nach und nach in den Blick.

    Ausgestreckt gen Vater Himmel, Mutter Erde unter den Füßen, hat der Sonnengesang in den Bergen seine ganz eigene Dynamik in mir entwickelt, und das höchst ambivalent und noch etwas unsortiert. Der Rückgang der Gletscher seit meinem letzten Besuch vor zwei Jahren schmerzt und die Folgen des Klimawandels sind hier deutlich sichtbar und spürbar, überall Veränderung und Wandel. Zugleich habe ich eine tiefe Lebensverbundenheit gespürt, und das Sein in dieser Bergwelt, das Zusammenspiel allen Lebens dort und der Elemente hat mich wieder fasziniert und berührt. So überwiegt nach diesen Tagen trotz allen Wandels in mir die besungene Hoffnung: Es werde – pace e bene, Frieden und Heil!

    Zutiefst dankbar bin ich –

    dem Lebendigen, der uns durch diese Tage getragen hat,

    den Mitpilger*innen für alles geteilte Leben,

    dem lieben Kollegen Harald für seinen Rückenwind,

    meinen Füßen, die mich so viele (Höhen)Meter getragen haben –

    von Herzen Merci!

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    In diesem Sinne: Es werde – Pace e bene, Frieden und (Berg) Heil!

    Ich wünsche Euch schöne Julisommertage –

    Bleibt wohlauf und dem Leben verbunden! Judith

  • „Das Jahr steht auf der Höhe“

    oder die Suche nach dem Gleichgewicht

    Guten Abend und viele liebe lebens.verbundene Grüße aus den unteren abgekühlten Ruwertalgefilden!

    Die vergangenen vier Juni-Wochen sind gefühlt wieder wie im Fluge vergangen. Inmitten von Pilgertagen, Patenkindstunden, Sommerserenaden, zu erklimmenden Schreibtischbergen und viel – meinem Lockenkopf nach zu viel – verlangter Spontaneität und Improvisation hat der Juli Einzug gehalten. Es ist Sommer, und das nicht nur temperaturtechnisch fühlbar (…da stehen ja in den vor uns liegenden Tagen wieder famos-heiße Aussichten ins Haus und außer Haus). Auf der einen Seite steigt in mir Jahr für Jahr dieses Gefühl auf, dass die Sommertage unendlich lang sind und Zeit relativ wird, dass die Sommerzeit sich anders und so viel leichter anfühlt. ……

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    So. Mein Sofa gleicht mittlerweile einer Expeditionslandschaft und der Pilgerrucksack will für die erste Bergwoche in 2023 gepackt werden. Eine Mischung aus Anspannung und Vorfreude wächst. Neben all den Begegnungen, die diese Tage bereithalten werden, freue ich mich auf die Stille im Gottesgarten und auf Lehrmeisterin Mutter Natur, die meinem perfektionistischen Sein – da bin ich sehr zuversichtlich! – eine weitere Lehrstunde in Sachen Lassen, Geduld und natürlichem Gleichgewicht der Dinge erteilen wird: Im Hier und Jetzt sein und ankommen, langsam Schritt für Schritt Nächstes in den Blick nehmen und mich atmend verbinden…..pace e bene, auf dass es werde! Im Rucksack wird sich auch noch ein Plätzchen für Euch finden, gerne nehme ich Euch mit in die Berge!

    In diesem Sinne:

    Genießt die langen Sommertage und sucht und findet euer Gleichgewicht! Bleibt wohlauf und dem Leben verbunden! Judith

  • Auszeit unter Segeln – Wohin der Wind uns bringt!

    Ahoi und viele liebe lebens.verbundene meerfrische Grüße aus den unteren Ruwertalgefilden!

    Frisch zurück von einer Auszeit unter Segeln auf dem Ijsselmeer habe ich heute Nacht wieder im Heimathafen geankert. Das Lockenköpfchen hat noch ein bisserl Seegang und die letzten Tage dürfen so auch innerlich noch wohlig schwankend nachklingen und weiterklingen. Die Wäschesegel flattern nun im Wind und auch das Sonnensegel will da gleich noch auf Balkonien gesetzt werden. Schließlich ist der Sommer ja nun endgültig da. Aber zuallererst genieße ich die Ruhe des Sonnensonntags, schaue mir die Bilder an und sortiere die Gedanken, die da ordentlich durchgepustet worden sind.

    Packt Euren Seesack und kommt mit an Bord, lasst euch gedanken- und bildreich durch die Ausgabe der neuen lebens.verbunden-Post lenken und genießt den sommerlichen Sonntag!

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    In diesem Sinne: Setzt die Segel (Sonnensegel nicht vergessen ;)) und lasst euch durch den Sonnensonntag treiben! Bleibt wohlauf und dem Leben verbunden! Judith

  • …ein neuer Jahresreigen hat begonnen: Auf in die Zukunft!

    Guten Abend und viele liebe lebens.verbundene frühsommerliche Grüße aus den unteren Ruwertalgefilden!

    Nach einer gut dreiwöchigen mehr oder weniger digital gefasteten und mit viel Abstand betrachteten weltenweiterdrehenden Urlaubspause melde ich mich heute mit einer neuen Ausgabe der lebens.verbunden-Post zurück und sage: Hier bin ich wieder, liebe Alltagswelt! Drei bis in die letzten Seelengefilde wohl gefüllten Wochen liegen hinter mir – und rückblickend frage ich mich, wo diese Maientage nur wieder hingeschwunden sind…Kinners, wie die Zeit fliegt! Das Diensthandy ausgeschaltet, den Terminkalender beiseite gelegt und einfach unverplant verpeilt in die Tage hineinleben. Ein sehr willkommenes Gegenprogramm zu dem sonst so prall gefüllten Kalender und Köpfchen!

    Mein Fazit nach diesen Wochen: Es braucht eindeutig mehr unverplante Leere in diesem meinem Kalender. Und mehr Freiraum im stillen Grünen ohne das ständige Gefühl, doch irgendwie erreichbar sein zu müssen. Auch, wenn das mit viel Geduld vielleicht und ziemlich sicher neu gelernt werden will. Der Lockenkopf ist willig, die – im wahrsten Sinne des Wortes – Exerzitien werden weitergehen!

    Und so berichtet diese neue Ausgabe ziemlich bildreich (Verzeiht mir, ich konnte mich ob der Vielzahl der Bilder nicht entscheiden!) von spontanen Besuchen in der mehr oder weniger umfassenden Großregion – ein Urlaub zuhause ist durchaus auch fein und nicht zu unterschätzen! Zudem gibt’s neue Erkenntnisse und Entdeckungen, die der Lockenkopf so unterwegs gemacht hat.

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    In diesem Sinne: Genießt die frühsommerlichen Tage und feiert das Leben jeden Tag – ob tanzend im Jahresreigen oder ruhend im Schatten! Bleibt wohlauf und dem Leben verbunden! Judith

  • Die Hoffnung steht geschrieben!

    Wir sind mitten in der Osterzeit – und das Pilgerjahr 2023 wäre so denn hiermit nun endgültig auch offiziell mit Gruppe eröffnet! Der Auftakt (oder auch Aufgang oder aufrechter Gang – schließlich sind wir ja per pedes singend unterwegs….) ist geglückt, viele weitere Fortsetzungen mögen da folgen! Ganz gemäß dem Motto eines in diesen Tagen in bewährter Hüttentradition gefundenen Denkanstoßes: „Nicht reich sein will ich und Ruhm gewinnen, auch frei sein nicht von Müh‘ und Plag‘. Um eines aber bitt ich Hergott, Dich von Herzen: Lass mich wandern bis zum letzten Tag.“

    Und nun: Viel Freude!

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    Mit diesen Gedanken und Bildern beende ich meine heutige lebens.verbunden-Post und werde nun die zurückliegenden Pilgertage auch innerlich noch einmal nachklingen lassen, den Füßen ihre verdiente Ruhe gönnen und das Lockenköpfchen ruhen lassen.

    Ich wünsche Euch einen frohen Tanz in den Wonnemonat Mai – Die Hoffnung steht auch im Maiengrün geschrieben! Bleibt wohlauf und dem Leben verbunden! Judith

  • #Lebenszeichen: Hoffnungsfrohe und lebendige Ostern!

    Der Ostermorgen ist angebrochen, Christus ist auferstanden – Es werde: Pace e bene, Frieden und Heil der ganzen Welt!

    Euch und all den Menschen, denen ihr Euch verbunden fühlt, wünsche ich von Herzen lebendige, bewegende und hoffnungsfrohe Ostertage!

    Aufstehen…! Nachdem frau zur Erkältungswellenkrönung auch noch einmal beherzt bei der Magen-Darm-Grippe die Hand gehoben hat und zu laut „Fehlt noch, muss ich unbedingt haben!“ gerufen hat, wäre die Palette an aus dem Winterschlaf erwachenden Frühjahrs-begleiterscheinungen nun hoffentlich abgehakt……es werde! Liebes Leben, jetzt aber! Bitte. Immerhin waren zumindest Kopf und Herz zu Beginn der Karwoche wieder in einem Status, in dem die Gedanken mehr oder weniger rund liefen und sich verbindend sortieren konnten. Und der diesmal ziemlich unfreiwilligen Diät wird das spätere Schoki-Nougat-Eier-Duell mit Klein-Patenkind schon entgegenwirken, ein Hoch auf die glücksstiftenden Kalorientierchen!

    Diese Ausgabe der lebens.verbunden-Post erzählt von einem Sonnengesang, der mich – lebensverbunden 😉 – durch die Karwoche gesungen hat. Dazu gibt’s persönliche Welten- und Lebensklänge aus den zurückliegenden Tagen. Ich wünsche Euch viel Freude beim Lesen und Klingenlassen!

    Wer noch auf der Suche nach einem singenden-klingenden und resonierenden Ohrwurm für die anstehendenden Ostertage ist, darf gerne hier gedanklich in der Kathedrale von Ely Platz nehmen, die Augen schließen und sich – zu gut trierisch – mitholen lassen, wenn der franziskanische Friedensgruß erklingt. Merci an Euch, liebe Kolleg*innen, ich denke gerne an dieses spontane Mini-Konzert zurück, pace e bene!

    Pace e bene, Frieden und Heil, pax et bonum, peace and all good, pokoi i dobro, shuno heijua!

    Ich wünsche Euch eine frohe Osterzeit, verbunden mit vielen Lebenszeichen und einem wachsenden zuversichtlichen Vertrauen ins Leben – Es werde!

    Bleibt wohlauf und dem Leben verbunden!

    Judith

  • Vom Zauber der Alletage, die keine Alletage sind

    ….die ersten Weidenkätzchen blühen!

    Salut und viele liebe lebens.verbundene Grüße aus den unteren Ruwertalgefilden!

    Die letzte lebens.verbunden-Post ist – wie der Trierer beherzt sagen würde – milljuuuuuuhnen Ewigkeiten her. Was da alles dazwischenliegt und zwischenzeitlich passiert ist!

    • ….der Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine und neue Nachrichten von Anna.
    • ….geographische datierbare Erdbeben da draußen und weniger gewaltige innerliche Erdbeben hier drinnen.
    • ….zwei real durchlebte, ziemlich nervige und gefühlt never ending andauernde Erkältungswellen.
    • ….noch ausstehende und aus dem Staub der Jahrhunderte hervorzutretende Erklärungswellen in die Jahre gekommener kirchlicher MANNschaften, die meinem Lockenkopf bisweilen nur noch ein Kopfschütteln übrig lassen.
    • ….eine heute Nacht frisch eingeläutete Sommerzeit, die zumindest ihrem Namen nach allmählich mal mit wärmeren Temperaturen aufwarten könnte.

    Wie dem auch sei: Während Petrus sein Regentropfenprelude in unregelmäßigen Taktungen mal sanft, mal sehr bestimmend gegen die Fensterscheiben klopfen lässt, suchen die summenden Balkonbewohner*innen ihren neuen Flugrhythmus. Und frau hat in den vergangenen Wochen – teils wehmütig – gelernt, dass das Leben auch mit mehr Langsamkeit gelebt werden kann. An die Stelle einer 72-Stunden-Segelschiffaktion rückte eine körperliche Erholungswoche, an dessen Ende sich nicht nur neue Buchseiten gefüllt haben, sondern auch eine aus unten links gefundenen Wollresten gehäkelte Mütze entstanden ist. Die findet ihren Einsatz in den Talniederungen hoffentlich frühestens in der kommenden Wintersaison. Einem Premierentest in den Bergen sei der Vortritt gegönnt – liebe Kollegen, die Einladung zum ersten 4000er Gipfel ist hiermit angenommen! Der Lockenkopf ist bereit, die kleine Kondition folgt (noch) langsam.

    Und nun: Viel Freude beim Lesen der neuen lebens.verbunden-Post!

    Du möchtest due vollständige Ausgabe der lebens.verbunden-Post lesen?

    Hier geht’s zur Anmeldung: www.lebensverbunden.com/kontakt

    …und ab die Post! Die ersten Lebenszeichen sind gepackt und bereits per Brieftauben losgezogen. Wer sich dem Pilgerweg durch die Karwoche in Richtung Ostern noch anschließen möchte: Herzliche Einladung! Hier gehts zur Anmeldung und weiteren Infos:

    https://eveeno.com/211557733

    Mein Fazit mit Blick auf die Alletage lässt sich mit den Worten eines geschätzten Lebens-lehrmeisters in etwa so zusammenfassen: „Dat hei woar nääs den scheensten Freidich fier diss Wouch!“ (Anmerkung der Verfasserin: Gilt auch für Samsdich, Sounndich und überhaupt! :))

    In diesem Sinne: Entdeckt und genießt die Alletage, sucht und findet den Frühling und bleibt wohlauf und dem Leben verbunden!

    Judith

  • Lasst die Lebensgeister fliegen!

    Helau, Alaaf und viele liebe Grüße aus den unteren Ruwertalgefilden!

    Pünktlich zum Höhepunkt des Fastelovend hat frau ein ordentlicher Virus mit sich ankündigender Vorlaufzeit von närrischen sage und schreibe 24 Stunden umgehauen. Tadaaaaa! Leider kein Witz. Dann täterätäte frau nach zweijähriger Abstinenz endlich mal wieder dem Straßenkarneval im Heimatstädtschie frönen können und wollen und schon beschließt so ein dahergelaufener freier Grippevirus, dem Ganzen ein Ende zu bereiten bevor es überhaupt erst ordentlich angefangen hat…..heul, schluchz! So war das nicht vereinbart, liebes Jahr 2023!

    Nun denn. Wat willste machen?

    Da kannste mal gerade gar nix machen!

    Auch wenn die Stimme derzeit eher nach einem etwas mitgenommenen Reibeisen nach erfolgtem Kartoffelstippchjer-Marathon klingt und von frau selbst kaum erkannt wird, die Knochen allegoaren ziemlich weh tun und der Kopf auch alkoholfrei hustensaftähnlich ordentlich dröhnt, will frau sich die Freude doch nicht nehmen lassen. Immerhin läuft die Nase, wenigstens irgendetwas in diesem Haushalt. Und die Plymohochburg auf Sofambique mit ordentlich Kamellen….ähm Kamillentee wäre errichtet….de Zuch kütt! Zumindest die kleinen Lebensgeister im Lockenkopf sind noch halbwegs bei Laune und laden hier zu einem januar-februarhaften schmunzelnden Rückblick auf die vergangenen Wochen ein:

    • Die Tage werden endlich, endlich länger und die geschenkten Tageslichtminuten kann frau förmlich zählen – welch ein Fest! Der erste mittägliche Kaffee im Sonnenschein auf Balkonien schmeckt umwerfend, dazu zaghaftes Vogelgezwitscher….der Frühling kommt! Und die ersten Gänse wurden auch schon gesichtet. So kann es weitergehen.
    • Auch der innere Schweinehund hat seine Ansage für das neue Jahr bereits schmerzlich entgegennehmen müssen: Die müde Faulenzerei will beendet sein, mehr Bewegung im Alltag einziehen. Und so versucht frau, immerhin fast-täglich ein Rendezvous mit den ersten Schneeglöckchen in Ruwertaler Gefilden einzuhalten. Insgesamt noch ausbaufähig, aber es wird.
    • Mittagspause mit Luxemburger Kollegen im indischen Restaurant. Auf die zaghafte Frage, wo denn die Toiletten zu finden seien, folgt die prompte Antwort: “Die Toiletten befinden sich grundsätzlich am Ende des Ganges!” Wenn das mal kein sozialraumorientiertes Denken ist.
    • Auch nach der chaotischsten Arbeitswoche deluxe holt eine Probe mit dem Männerchörchen frau wieder auf den Erdboden der Tatsachen zurück – mit Lebensgeistern, Weinen aus den Tiefen der Tonne und neuen vogelhändlerischen Tönen. Merke auf: Mit Wochenziel lässt es sich eindeutig besser durch die Woche kommen.
    • Und trotzdem gehen manches Mal die Lebensgeister einfach durch – und die Töne der Singenden waren da deutlich schneller als das, was die laufenden Finger auf der Klaviatur in vorgebendem Tempo zu bieten hätten. Wer braucht auch schon ne Taktansage? Immerhin stand einem gemeinsamen Zieleinlauf in der letzten Notenreihe nichts im Wege – gekonnt ist eben gekonnt! Lasst die Lebensgeister fliegen, Messieurs!

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    Lasst die Lebensgeister fliegen, sammelt Strüssjer, bringt mehr buntes Konfetti in den Alltag und feiert das Leben!

    Habt einen schönen Fastelovend und einen guten Start in die Fastenzeit – Bleibt wohlauf und dem Leben verbunden! Judith

  • …von stillen Schneewelten und einem generationenübergreifenden Erinnern: #niewieder!

    Gedenkstele auf dem Friedhof der Gedenkstätte Hadamar

    Salut und liebe lebens.verbundene Grüße aus den unteren Ruwertalgefilden! Nach einem so ziemlich – zumindest in Sachen Außentemperatur – frühlingshaften Jahresbeginn hat Herr Winter mit seinem Schneekleid nun doch noch beschlossen, sich aus den oberen Wolkenhimmelslagen auf den Weg nach unten zu machen. Es wurde aber jetzt allmählich auch mal höchste Zeit! Pünktlich zum einsetzenden wirbelnden Tanz der Schneeflocken saß frau sodenn auch im Auto und war unterwegs gen heimatliche Hochwaldhöhenzüge – ich sag’s Euch: Wohl der, die den Dorfkind-Führerschein bei Wind und Wetter gemacht hat und im Gegensatz zu Stadtmenschen die Ruhe behält und sich gemütlich bergwärts schafft….welch ein trierisches Autoabenteuer! Frau könnte auch sagen: „The same procedure as every year!“ Wie schön, dass auf manche Dinge einfach immer gewohnt Verlass ist…

    Nun denn: Da Schneekleider ja bekanntlich nur eine kurze Tragedauer haben und relativ schnell von der neuen Frühjahrsmode abgelöst werden, hieß es also wieder mal: Nix wie raus, Wanderschuhe schnüren, warm einpacken, Kamera schnappen und ab ins durch und durch weiße Hochwaldleben! So drücken die Winterbilder dieser neuen Ausgabe der lebens.verbunden-Post nicht nur meine Schneefreuden aus, sondern sind zugleich auch eine kleine winterliche Hommage an das kleine hochwäldlerische Heimatdorf, das sich ganz in weiß von seiner Zuckerseite präsentiert. Seht selbst:

    Ein Spaziergang hat mich in den vergangenen Tagen auch – und das eher zufällig – rund um die Gedenkstätte des ehemaligen SS-Sonderlagers Hinzert geführt. Von Schnee bedeckt liegt der Ort still da – und in meinem Lockenkopf ist es wieder mal unvorstellbar, was sich hier in den 1930er und 40er Jahren ereignet hat. Hier – und an so vielen anderen Orten, die zu Stätten der Unmenschlichkeit geworden sind. Der Besuch der Gedenkstätte Dachau hat mich schon als Schülerin mit Fragen und einer kaum auszuhaltenden Realität konfrontiert, der Besuch in Hadamar Jahre später mit einer inklusiven Gruppe ebenso. „Mensch achte den Menschen!“ ist auf der Gedenkstele des Friedhofs oberhalb der Gedenkstätte in Stein gemeißelt als Mahnmal für alle zu lesen – wie schnell gesagt und wie schwer manchmal doch alltäglich im Kleinen gelebt.

    Meine Arbeit ist in diesen Tagen von Gedenkveranstaltungen geprägt. Im Rahmen der Vorbereitung auf eine Stolpersteinverlegung lese ich mehr über die Familie Samuel Meyer, an die dieser Tage gedacht wird und sehe, dass ebendieser Samuel Meyer in Hentern geboren wurde. In meinem Heimatort im Hochwald. Und auf einmal ist es keine „anonyme“ Stolpersteinverlegung mehr, sondern eine Verbindung ist da. Ich frage mich, ob Samuel Meyer vielleicht meine Urgroßeltern gekannt hat. Ich frage mich, wo er gewohnt hat und stelle mir vor, wie er durch dieselben Straßen gelaufen ist wie viele Jahrzehnte später ich.

    Erst relativ spät habe ich als Schülerin wirklich begriffen, dass die Deportationen und Schändungen, dass so viel Unmenschliches nicht nur in fernen Städten, sondern auch vor Ort stattgefunden hat. Und dass es überall Opfer gab. Und auch Täter. Und dass alle Familien nach der erlebten Kriegszeit mit traumatischen Erlebnissen und Verlusten weiterleben mussten. Und dass dies uns noch heute Generationen später prägt.

    Ich denke in diesen Tagen auch viel an meine Großeltern – beide Kriegskinder. Insbesondere meine Oma habe ich oft gefragt und gebeten, „von früher“ zu erzählen. Viel hat sie nicht erzählt – und wenn, hat sie oft schnell wieder abgebrochen. Sie konnte es nicht. Wie sollte sie – selbst traumatisiert – auch? Ich habe es akzeptiert.

    Heute denke ich, dass es vielleicht die Aufgabe der zweiten und dritten Generation danach sein muss, das zu tun, was meine Großeltern nicht konnten: Das Schweigen brechen und reden. Gedenken und Erinnern. Namen nennen und Orte besuchen. Räume der Begegnung schaffen und gemeinsame Antworten auf die Frage, wie wir miteinander leben möchten, finden. Jeden Tag neu. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbinden. Damit es hoffentlich auch in Zukunft heißt: #niewieder! Mensch achte den Menschen!

    Die Stolpersteinverlegung für Familie Samuel Meyer findet übrigens am kommenden Freitag, 3. Februar, um 9 Uhr vor der Kirchstraße 76 in Fell statt.

    Bleibt wohlauf und dem Leben verbunden! Judith

  • Von (nach)weihnachtlichen Klängen und einem neugierigen pilgernden Herzen

    an der Stadtmauer in Wangen

    Salut und ein herzliches willkommen im noch neuen und jungen Jahr 2023! Ich hoffe, ihr habt hoffnungsfrohe Weihnachtstage verbracht und seid sanft im neuen Jahr angekommen. Für 2023 wünsche ich Euch von Herzen alles Liebe und Gute, viel frischen Rückenwind, Gesundheit und hoffnungsschimmernde Schritte auf Eurem Weg durch das vor uns liegende Jahr.

    Nach einigen ruhigen Tagen und einer digitalen Auszeit freue ich mich, heute die erste lebens.verbunden-Post 2023 auf die Reise zu schicken. Sie erzählt von (nach)weihnachtlichen Klängen, herzbewegten Pilgerschritten und dem, was die kleine Neugier in den zurückliegenden Wochen schon so alles erlebt hat – ihr dürft gespannt sein! Mehr könnt ihr in der neuen Ausgabe der lebens.verbunden-Post lesen, hier geht’s zur Anmeldung.

    Zum Schluss aber nun noch ein Dreierlei:

    In der vergangenen Ausgabe der lebens.verbunden-Post hat der Link zum Bilderrückblick leider nicht funktioniert. Ihr könnt Euch das Video auf der Startseite von www.lebensverbunden.com anschauen.

    Ein paar wenige Wandkalender von der Benefizaktion sind noch übrig und freuen sich über einen Besitzer*innenwechsel. Ich gebe sie gegen eine frei gewählte Spende ab – meldet euch gerne!

    Und dann – Tadaaaaaaa:

    Im Rahmen der Benefizaktion für die Not- und Katastrophenhilfe Schöndorf-Heddert e.V. sind 2.000 €uro zusammengekommen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön und Vergelt’s Gott an all diejenigen, die durch den Kauf von Weihnachtskarten und Wandkalendern und weiteren Spenden zu diesem unglaublichen Ergebnis beigetragen haben.

    Ich wünsche Euch neugierige gesegnete Schritte durch diese Januartage mit nachklingenden und neu zu entdeckenden Hoffnungsschimmern unter Seinem Stern – Bleibt wohlauf und dem Leben verbunden! Judith