• Das schmeckt nach Mee(h)r!

    Fünf Tage Auszeit unter Segeln an Bord der Tijdgeest – das schmeckt definitiv nach Mee(h)r!

    Bei ordentlich Windstärke unterwegs – nur Fliegen ist schöner! 🙂

    …. und dann muss man ja auch noch Zeit haben,

    einfach dazusitzen und vor sich hinzuschauen,

    den Wind im Gesicht zu spüren und die Gedanken auf Reisen zu schicken,

    den Blick über die Weite des Meeres ziehen zu lassen und das Rauschen der Wellen zu hören,

    tief durchzuatmen, die inneren Knoten zu lösen und Freiraum zu spüren,

    zu träumen, zu schweigen, zu danken,

    lebensverbunden im Hier und Jetzt zu sein.

  • lebens.verbundene Bergmomente

    “Viele Wege führen zu Gott, einer geht über die Berge.”

    Reinhold Stecher

    So lässt sich wohl eine Woche Schweizer Bergzeit in einem Satz zusammenfassen. Umgeben von zahlreichen 3000er-Gipfeln und Gletschern hat es mich wieder mal für eine Woche in die Weite der Berge gezogen. Eine kleine humorvolle und erkenntnisreiche Rückschau in Wort und Bild findet ihr hier:

    • Essen gehen bekommt in den Bergen eine ziemlich hohe wortwörtliche Bedeutung. Und wenn die Heidelbeeren mal wieder länger im Ofen brauchen, schmeckt auch der Apfelkuchen…..mit Schlag bitte!
    • Alpines Lernen, Teil I: Wortbilder helfen! Beim Laufen über den Nasen…..ähm Bergrücken kann frau auch schon mal die Nase laufen.
    • Ein Päuschen mit Aussicht in Ehren kann frau nicht verwehren.
    • Kompassübungen – Erkenntnisse:
      • Der Kompass, (fast) immer ein Ass im Rucksack! Für was so ein Steintisch nicht alles herhalten muss, Übung macht die Meisterin.
      • Wo, bitteschön, geht’s hier zur Orientierung?
      • Hilfslinien waren im Musikunterricht auch schon nur so semi….
      • Seitlich einschneiden klingt wie rückwärts einparken. Fühlt sich auch so an. Zumindest im Köpfchen.
      • …..darauf noch ein Murmeltierpfiff!
    • Trocken-Toilette – auch eine Erfahrung. In mehrerlei Hinsicht.
    • Ein Gletscher plätschert. Zum Glück war frau vorher nochmal auf’m Trocken-WC….
    • 3000 Höhenmeter – und nicht nur die Lungenbläschen laufen auf Hochtouren!
    • Obacht, Gletscherspalten! Immer schön den blauen Stangen nach, denn: Kneip(p)en ist erst heute Abend angesagt.
    • Rauschende Gletscherwasser beleben neblig-sprühend nach einem langen Wandertag und bringen nicht nur den Lockenkopf in Schwung…..einfach berauschend!
    • Unzählig viele Rinnsale und Bäche von abtauenden Gletschern bringen frau ganz schön ins Nachdenken. Der Klimawandel ist deutlich sichtbar und hörbar. “Alle meine Quellen entspringen in dir” – wie lange noch?
    • Heutiger Tageskalorienverbrauch: 27040 kcal. Entspricht ungefähr der gleichen Anzahl Pommes.
    • Wenn frau Kreislauf hat, muss sie dann eigentlich im Kreis laufen?
    • Zwischenstopp auf dem Spielboden: Das Murmeli, das Murmeli! Können Murmelis eigentlich an Überfütterung sterben? Oder verlängert sich deren Winterschlaf automatisch um x Futtereinheiten? Letzteres – eine durchaus sympathische Vorstellung!
    • Wandernd klettern,wo Steinböcke zuhause sind – ein Träumchen!
    • Den ersten Gipfel des Tages kann frau auch schon mal um 11 Uhr erreichen. Also Berggipfel. So manches andere hier ist auch der Gipfel.
    • Beim Abstieg machen sich endlich auch die Gliedmaße eines laufenden 1,85m nützlich. Erst recht beim Klettern können Arme und Beine hilfreich sein. Und der Po erst!
    • Abstieg geschafft – wo bitteschön geht’s zur nächsten Hütte? Ein Kuchen geht immer noch. Der ist kalorientechnisch auch hart verdient.

    Fazit:

    MÜDE.
    GESEGNET.
    GLÜCKSSATT.
    UNENDLICH DANKBAR.

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  • Montafoner Berg.Zeit

    „Ich gebe Euch wieder Zukunft und Hoffnung.“

    — Jeremia 29,11

    Nach einer Woche Montafoner Höhenbergluft haben mich nun die tieferen Talgefilde wieder. An die Alltagsluft hier unten muss ich mich erst wieder gewöhnen – und nach so vielen Wandermetern in Bergschuhen will auch das Barfußlaufen wieder neu gelernt werden. Die Auszeit in der Stille und in der Weite der Berge hat gut getan und nicht nur meine Füße, sondern auch Herz und Kopf auf Wanderschaft gehen lassen – diesmal sogar blasenfrei (zumindest die Füße). Und so manche Hütteneinkehr und gefühlte mehrere tausend Kilokalorien Kaiserschmarrn haben für die nötige Erdhaftung beim Bergabstieg gesorgt.

    In mir drin klingen diese Tage nach und so viele Eindrücke, Gedanken und Ideen müssen sich erst einmal setzen. Ein wenig herzklopfende Unruhe bleibt während Weitblicke und Innenblicke sich sortieren und sich nach und nach zu neuen Bildern zusammenfügen. Dankbarkeit wächst und die tiefe Erfahrung eines Stücks mehr an Lebens.Verbundenheit lässt sich erahnen.

    Und wo die Worte fehlen, sprechen Bilder für sich:

  • Die Montafoner Bergwelt ruft!

    Endlich, endlich ist es soweit! Nach Monaten des Wartens und des Hoffens fahre ich nun zu Wanderexerzitien in die Montafoner Bergwelt. Seit Tagen wächst die Vorfreude – und ebenso das große Gepäckchaos auf dem Wohnzimmerboden: Klamotten für alle Wetterlagen von Sonne bis Schnee, geschätzte zwei Kilo Müsliriegel für alle Höhenmeterlebenslagen, Unmengen an Kleinzeugs von Blasenpflaster über Sonnencreme bis hin zum Regenschirm und natürlich Kamera, Stift & Heft, damit meine Gedanken einen Landeplatz finden dürfen. Bleibt – wie immer – die große Frage zum Schluss: Wie passt all das in den Rucksack rein? Noch setze ich auf die jahrelange Erfahrung in Sachen Rucksack-Tetrisspiel-Packtechnik. Mal gespannt, ob es denn auch diesmal klappen wird. 🙂

    Und inmitten all der Packfragen steigt die Aufregung, das Herz tanzt fröhlich und Geist und Seele freuen sich auf eine Auszeit in den Bergen, auf Stille und Mehr-Zeit, auf Weitblicke und Innenblicke … in diesem Sinne: Berg Heil!